Was wir tun
Hier dokumentieren wir und machen transparent, was wir unternehmen, um der Vision eines klimagerechten CSD Hannover näher zu kommen.
Was wir seit Langem umsetzen:
Ein wichtiger Bereich ist Essen und Trinken beim Straßenfest, sowohl auf dem Platz als auch Backstage. Wir nutzen seit 2018 Pfandbecher für alle Getränkestände und verwenden für unser Catering keine Plastikartikel. Außerdem haben wir für Künstler*innen, Redner*innen und das Team ein veganes Catering zur Verfügung gestellt. Durch Wertmarken hatten alle auf Wunsch weiterhin die Möglichkeit, sich auch an gastronomischen Ständen mit Fleischgerichten zu versorgen.
Die Gastronomie auf dem Platz beinhaltete ein breites Spektrum von Wurststand bis Veggiemobil. Wohingegen es früher fast nur Fleischgerichte gab (typisch Fastfood), weiteten wir 2019 das Angebot an veganen und vegetarischen Gerichten aus, damit auch diese Optionen zur Verfügung stehen.
Unsere Ausstattung und Deko z.B. am Stand, an der Bühne, Backstage und bei der Demo, haben wir nach und nach versucht, nachhaltiger zu gestalten:
- Anstelle von Heliumballons, Luftballons usw. verwenden wir haltbare, wiederverwendbare Deko aus Papier (Lampions, Wimpelketten,…). Außerdem verwenden wir Deko, die zumindest weiterverwendet werden kann, z.B. Topfblumen statt Schnittblumen
- Banner und Schilder produzieren wir ohne Jahreszahl, damit sie Jahr für Jahr verwendet werden können. Das betrifft z.B. Demobanner, WC-Schilder, Hinweisschilder,…
- Wir verzichten auf den Einsatz von KI bei der Erstellung unserer Materialien. Dies tun wir aus Klimaschutzgründen, aber auch weil wir denken, dass künstliche Intelligenz kein Ersatz für menschlichen Ausdruck in Sprache und Gestaltung ist.
- Materialien in unserem Bürocontainer werden aus unserem vorhandenen Bestand bestückt. Alle Unterlagen werden, wenn möglich, digital bearbeitet, um Ausdrucke zu vermeiden.
Weitere Maßnahmen, die mittlerweile ein fester Bestandtteil des CSD Hannovers sind:
Die sichtbarste Änderung ist sicherlich, dass es keine Dieselantriebe/Verbrennungsmotoren mehr bei der Demo geben wird. Stattdessen werden E-Autos, Rikschas und Lastenräder und noch kreativere Fußgruppen das Bild unserer Demo prägen, worauf wir uns sehr freuen.
Zum CSD Hannover kommen Menschen aus ganz Niedersachsen und darüber hinaus. Die Anreise ist einer der stärksten CO2-Treiber am CSD-Wochenende. Wir stellen deshalb Infos zu ÖPNV-Verbindungen und Park+Ride zur Verfügung und rufen zur Anreise mit dem ÖPNV auf.
Wir fordern alle Teilnehmenden auf, Wurfartikel bei der Demo zu überdenken. Gebt Give-Aways direkt in die Hand, oder lasst sie aus einem Korb greifen. So landet weniger auf dem Boden oder im Gebüsch.
Bei der Auswahl von Give-Aways rufen wir dazu auf, unnötige Verpackungen und trashige Einmalartikel zu vermeiden. Setzt auf Klasse statt und Masse und Give-Aways, mit denen man wirklich etwas anfangen kann – Kondome, Lecktücher und andere safer sex Artikel zum Beispiel.
Auch Flyer sollten überdacht werden. Wir selbst werden weitgehend auf nur am Tag aktuelle Veranstaltungsflyer verzichten. Stattdessen setzen wir auf größere Plakate, ggf. mit Verweis auf digitale Informationen.
Wir alle lieben Deko, Glitzer und Konfetti – schaut mal, wo, wie und wieviel ihr wirklich nutzen müsst und ob die gute Stimmung sich nicht besser durch Tanzen, Musik und Sprechchöre erzeugen lässt. Es gibt übrigens auch Bioglitter ohne Mikroplastik.
Wir rufen gastronomische Anbieter*innen auf, ihr Essen in nachhaltigen Verpackungen zu servieren und Abfall zu verringern. Ebenso rufen wir dazu auf, das eigene Angebot auf nachhaltigere Alternativen hin zu prüfen.
Wir haben einen Trinkwasserspender auf dem Platz. Das vermeidet Müll und ermöglicht allen eine kühle Erfrischung – unabhängig vom Geldbeutel. So geht Klimagerechtigkeit. Du benötigst lediglich deine Auffüllflasche.
Wir werden zukünftig zwei Müllinseln betreiben. Hier können gastronomische Anbieter*innen ihren Müll nach Restmüll, Plastik, Papier und Glas trennen. So können wir einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Indem Materialien recycelt und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden, kann der Ressourcenverbrauch und der CO2-Ausstoß reduziert und die Umwelt entlastet werden.
Statt der üblichen Dixi-Klos stellen wir Toilettenwagen zur Verfügung. So können wir zukünftig auf umweltschädliche Chemikalien verzichten und eine umweltschonendere Klo-Alternative ohne ekligen Geruch anbieten.
Unsere Lebensmittelreste lassen wir durch lokale Partner*innen von foodsharing abholen.
Wissen teilen
Auch wir vom CSD-Team stehen am Anfang eines langfristigen Prozesses und sind auf der Suche nach guten Alternativen und neuen Ideen.
Wir recherchieren, soweit wir können, welche Möglichkeiten es in den verschiedenen Bereichen gibt und stellen Informationen auf unserer Website zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn ihr von euren Ideen und neuen Infos erzählt.
Lasst uns alle unser Wissen dazu teilen und so die Vision einer klimagerechten Gesellschaft weiter voranbringen. Kein gesellschaftlicher Sektor allein kann die Klimakrise bewältigen, deshalb schauen wir alle dort, wo wir aktiv sind, was wir tun können.



